Wir stehen zeitgleich auf, geben die Klausur ab und gehen zu dem Stapel mit Blättern.
Ich erinnere mich, dass wir fast immer gleichzeitig fertig geworden sind.
Du bist zuerst da, nimmst dir das erste Blatt und machst mir Platz. Ich nehme auch eins, warte. Ohne Grund lächelst du mich plötzlich an, reichst mir das zweite Blatt und gehst zur Tür raus, hörst mein kleines "Danke" gar nicht mehr.
Ich runzle die Stirn.
Oh nein.
Ich folge dir hinaus, sehe, wie du an der Wand stehst und auf jemanden wartest.
Auf mich?
Ich stell mich in deine Nähe hin, warte auf meine Freunde. Wieder lächelst du mich an, wir unterhalten uns.
Bitte nicht.
Endlich kommen meine Freunde, ebenso wie deine, wir trennen uns. Nicht ohne dass du zurückblickst, ich zu dir schaue und sich unsere Blicke treffen.
Aber nicht für lange, denn gleich darauf haben wir den gleichen Kurs. Natürlich fehlt mein Tisch mal wieder, ich muss mich in die erste Reihe ganz allein setzen. Du sitzt an meiner Kante, lächelst wieder so. Ich versuche das zu ignorieren.
Weitestgehend. Aber natürlich schaffe ich es nicht.
Irgendwie überstehe ich die Stunde. Und natürlich muss ich noch mal zu dir schauen, bevor ich den Raum verlasse. Du schaust zurück, wieder weg, wieder zu mir, und lächelst dann wieder dein Lächeln.
Hoffnung, ich hasse dich.
Herz, du bist bescheuert.
Du, was machst du mit mir?
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